Was tun bei Rückenschmerzen – Dr. Lewandowski

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Volkskrankheit Rückenschmerz: Das Wirbelsäulenzentrum am DIAKO Bremen diagnostiziert und therapiert

Was tun bei Rückenschmerzen?

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Ob beim Aufstehen, Sitzen oder Bücken: Schmerzen im Rücken sind eine große Belastung im Alltag. Die Beschwerden können verschiedene Ursachen haben. Also: Was tun bei Rückenschmerzen? Die Experten vom Wirbelsäulenzentrum am DIAKO wissen Rat.

Rückenschmerzen sind eine Volkskrankheit. Mehr als 80 Prozent der Deutschen haben einmal in ihrem Leben ein Rückenproblem – und die Patientenzahlen steigen stark an. Die Erkrankungsformen sind genauso vielfältig wie ihre Ursachen: Bewegungsmangel, schlechte Körperhaltung, falsches Heben, angeborene Fehlbildungen, Verschleiß bei Stress oder zunehmendem Alter (Osteoporose). Auch Entzündungen an der Wirbelsäule, Tumore oder Unfälle können zum Beispiel starke Schmerzen verursachen.

Mögliche Ursachen für Rückenschmerzen:

  • schlechte Körperhaltung
  • Bewegungsmangel
  • angeborene Fehlbildungen
  • falsches Heben
  • Verschleiß – bei Stress oder im höheren Alter (Osteoporose)
  • Unfälle
  • Bandscheibenvorfall
  • Tumore
  • Entzündungen an der Wirbelsäule

Wenn es im Rücken zieht – was kann ich selbst tun?

Vielfach kann man den Schmerzen vorbeugen. Wer nach heftiger Bewegung, beispielsweise beim Sport, leidet, sollte sich vorher aufwärmen und dehnen. Eine Ursache für Rückenschmerzen kann auch eine falsche Haltung sein. Dagegen kann es helfen, die Muskeln im Rumpf mit speziellen Übungen zu stärken. Generell ist Bewegung förderlich für die Gesundheit. Manchmal erfordert der Arbeitsplatz eine ungünstige Haltung des Körpers. Hier kann man oft vorbeugen oder Abhilfe schaffen, zum Beispiel mit einem höhenverstellbaren Schreibtisch.

Aber wenn es schon zu spät ist – was tun bei Rückenschmerzen? Ein guter Tipp ist oft, leichte Verspannungen mit Wärme zu behandeln. Ein Körnerkissen oder eine Wärmflasche lindern vielfach die Symptome. Eine Behandlung auf der Massagebank kann die Muskeln ebenfalls lockern und leichte Rückenschmerzen lindern. Aber Achtung bei länger andauernden Beschwerden, Taubheitsgefühlen oder starken Schmerzen. In diesen Fällen sollte sicherheitshalber immer ein Experte die Ursache klären.

Behandlung von Rückenschmerzen

Was tun bei Rückenschmerzen – Diagnose
Chefarzt Dr. Lewandowski im Gespräch mit einer Patientin. Er und seine Kollegen vom Wirbelsäulenzentrum nutzen oft eine Stufendiagnostik. DIAKO

Im Wirbelsäulenzentrum am DIAKO Bremen werden alle Erkrankungen und Verletzungen von den Halswirbeln über die Brustwirbel bis zu den Lendenwirbeln und dem Becken diagnostiziert und therapiert. Das Ziel: Schmerzfreiheit und schnelle Mobilisierung. „Unsere Patienten kommen in der Regel mit Symptomen wie Schmerz, Taubheit oder Lähmungserscheinungen zu uns“, erklärt Dr. Martin Lewandowski. Er ist Chefarzt der Unfall- und Wirbelsäulenchirurgie sowie Leiter des Wirbelsäulenzentrums am DIAKO. „Am Anfang steht die körperliche Untersuchung. Die Kunst dabei ist, zu erkennen, welche der Veränderungen, die wir im MRT – dem Magnetresonanztomographen – sehen, tatsächlich zu den Beschwerden beim Patienten führen.“

Die Wirbelsäule ist ein sensibles und komplexes Gebilde aus 25 Bewegungssegmenten und 23 Bandscheiben. Als zentraler Träger des Körpers hat sie eine Stützfunktion. Mit dem Becken, den Gelenken und den Extremitäten ermöglicht sie die aufrechte Haltung. Zudem sorgt sie dafür, dass der Rumpf vom Nacken bis zum Becken beweglich ist. Führte früher vor allem schwere körperliche Arbeit zu vorzeitigem Verschleiß, sind es heute neue Fehlbelastungen wie stundenlanges Sitzen am Computer, zu wenig Bewegung oder zu viel Gewicht.

Therapieren oder operieren – was tun bei Rückenschmerzen?

Was tun bei Rückenschmerzen – WirbelsäulenzentrumIm Wirbelsäulenzentrum am DIAKO werden die Patienten oft stationär aufgenommen. „Wir machen eine sogenannte Stufendiagnostik. Dabei betäuben wir zum Beispiel bestimmte Bereiche der Wirbelsäule, um herauszufinden, wie sie reagieren, ob die Schmerzen dadurch besser werden und dort die Ursache zu suchen ist“, so Dr. Lewandowski. In vielen Fällen erweisen sich die Ursachen als relativ harmlos und müssen nicht operiert werden. Für die Behandlung steht ein interdisziplinäres Team aus Orthopäden, Physiotherapeuten, Unfallchirurgen, Anästhesisten, Schmerztherapeuten sowie Psychologen und Neurologen bereit. Individuelle Beratung sowie aktivierende Betreuung und Pflege greifen dabei nahtlos ineinander.

Bei chronischen Rückenschmerzen wird beispielsweise eine Schmerztherapie durchgeführt, die bei den meisten Betroffenen Erfolg zeigt. 70 Prozent aller Patienten, die zur Schmerztherapie ins DIAKO kommen, gehen weitgehend gebessert wieder nach Hause und brauchen keine Operation mehr. Insbesondere jedoch auch für alle schwerwiegenderen Erkrankungen und Verletzungen wie Wirbelbrüche, Bandscheibenvorfälle oder verschiedene Folgen von Verschleißerscheinungen stehen im Wirbelsäulenzentrum durch die interdisziplinäre Zusammensetzung geeignete Therapien zur Verfügung. Über die zentrale Notaufnahme kommen auch Notfälle und Unfallopfer mit schweren Verletzungen.

Wenn operieren, dann minimal-invasiv

Was tun bei Rückenschmerzen – Operation
Operationen an der Wirbelsäule werden am DIAKO möglichst minimal-invasiv durchgeführt. DIAKO

Wenn eine Operation doch nötig ist – zum Beispiel, um eingeklemmte Nerven zu befreien – wird dies vorher ausführlich mit dem Patienten besprochen. Die OP wird dann häufig minimal-invasiv durchgeführt. Das heißt: ein möglichst kleiner Eingriff mit minimalen Schnitten, der bestmögliche Effekte erzielt und der Wirbelsäule die nötige Stabilität zurückgibt. Dafür stehen erfahrene Chirurgen, moderne Operationssäle mit Reinraum-Luftbedingungen sowie hochwertige Implantate zur Verfügung. „Wir nehmen auch operative Stabilisierungen mit Schrauben und Versteifung vor, wenn es erkrankungsbedingt notwendig ist. Das gilt für alle Bereiche der Wirbelsäule“, sagt Dr. Lewandowski. „Selbstverständlich behandeln wir auch Krankheitsbilder wie Skoliose, Spinalkanalverengung und Wirbelfrakturen, die durch Osteoporose verursacht wurden.“

Von der Krankengymnastik bis zum psychologischen Team

Was tun bei Rückenschmerzen – Therapie
Physiotherapie ist ein wichtiger Teil der Behandlung von Rückenschmerzen. DIAKO

Zentrales Element des Therapiekonzeptes ist die Physiotherapie, die an der frühen Mobilisierung der Patienten arbeitet und zugleich Alltagsbewegungen überprüft. Die Behandlungen reichen dabei von Wärme- und Kälteanwendungen über Spezialmassagen und Entspannungstechniken bis zur Rückenschule. Das psychologische Team ist bei Behandlungen von Rückenerkrankungen ebenfalls sehr wichtig, weil man heute weiß, dass sich die Schmerzverarbeitung auch auf psychologischem Weg beeinflussen lässt. „Letztlich geht es darum, den Patienten ein Konzept an die Hand zu geben“, so der Chefarzt. „Damit sollen sie in Zukunft vermeiden können, unter ihren Beschwerden zu leiden und sich in ihrem Alltag eingeschränkt zu fühlen. Dazu gehören auch möglichst tägliche Bewegung und Rückenübungen.“

Alle Experten unter einem Dach

Für die Gründung des Wirbelsäulenzentrums am DIAKO Bremen gab es eine wesentliche Antriebsfeder. „Nur in einem Zentrum ist es möglich, den Patienten in einer schwierigen und komplexen Situation unter Mithilfe aller Spezialdisziplinen wie Wirbelsäulenchirurgie, Onkologie und Intensivmedizin angemessen zu behandeln und diese Zusammenarbeit zu koordinieren“, führt Dr. Lewandowski aus. So sind zum Beispiel chronische Schmerzen oder Krebserkrankungen der Wirbelsäule besondere Herausforderungen für Patienten und Therapeuten. Aber der Erfolg der Zusammenarbeit hilft fast immer weiter. „Deshalb liegt mir diese auch besonders am Herzen“, betont der Leiter des Zentrums.

Dr. Lewandowski verfügt über eine langjährige und umfassende Expertise. Er ist Präsident der Fachgesellschaft OTC (Osteosynthesis & Trauma Care Foundation) und engagiert sich dort in der AG Wirbelsäule für den nationalen und internationalen Austausch von Erfahrungen und Techniken. Darüber hinaus bildet er überregional Ärzte in der Wirbelsäulentherapie aus und ist von der Deutschen Wirbelsäulengesellschaft (DWG) als Wirbelsäulenchirurg zertifiziert.

Die Hauptkompetenzen des Wirbelsäulenzentrums auf einen Blick:

  • Multimodale Schmerztherapie und Stufendiagnostik
  • Mikroskopische Operationen von Bandscheibenvorfällen und Nervenkompressionen
  • Behandlung der Spinalkanalverengung (Stenose)
  • Minimal-invasive Stabilisierungen bei Wirbelbrüchen
  • Korrektur und Stabilisierungen bei Fehlstellungen der Wirbelsäule
  • Operationen bei Erkrankungen der Halswirbelsäule
  • Spezielle Operationsverfahren bei Osteoporose oder Tumorleiden
  • Versteifungen und Wirbelkörperersatz

Weitere Informationen bietet für einen ersten Überblick ein Flyer zur Wirbelsäule. Einen Termin an der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie erhalten Interessierte über das Kontaktformular.