Darmkrebsbehandlung

Bremer Experten » Gesundheit & Medizin » Darmkrebsbehandlung aus einer Hand

Anzeige

Zertifiziertes Darmkrebszentrum Bremen West des DIAKO setzt auf Früherkennung und fächerübergreifende Behandlung

Darmkrebsbehandlung aus einer Hand

Bremer Experten

Bei der Darmkrebsbehandlung greifen viele medizinische Fachrichtungen ineinander. Entscheidend für die Heilungschancen ist daher eine abteilungsübergreifende Kooperation wie beim Darmkrebszentrum Bremen West des DIAKO.

Kolorektales Karzinom: Eine der häufigsten Arten von Krebs

Darmkrebs gehört in Deutschland noch immer zu den häufigsten Krebserkrankungen. Mehr als 70.000 Menschen erkranken jährlich neu daran. Bei Männern stellt das kolorektale Karzinom damit die dritthäufigste Krebserkrankung dar. Bei Frauen ist Darmkrebs dagegen nach Brustkrebs die zweithäufigste Krebsart. Doch an Darmkrebs zu erkranken, muss nicht sein. Denn mit konsequenter Vorsorge könnten sich die meisten Fälle vermeiden lassen.

„In unserem Darmkrebszentrum setzen wir bei der Früherkennung und Behandlung auf eine ausgeprägte Zusammenarbeit mit Fachabteilungen unseres Krankenhauses, Partnern in anderen Häusern sowie niedergelassenen Fach- und Hausärzten“, sagt Professor Stephan M. Freys. Er ist Leiter des Darmkrebszentrums Bremen West und Chefarzt der Chirurgischen Klinik des DIAKO. Die enge und vertrauensvolle Kooperation mit Experten unterschiedlichster Fachbereiche ermögliche dabei eine leitliniengerechte und optimierte Behandlung – gewissermaßen aus einer Hand.

Darmkrebsbehandlung Polypen
Polypen sind gutartige Wucherungen der Darmschleimhaut. Diese können sich zu Krebs entwickeln. DIAKO

Wie entsteht Darmkrebs?

Zum weit überwiegenden Teil entwickeln sich Darmkrebstumoren aus gutartigen Wucherungen im Darm, den sogenannten Polypen. Sie können jahrelang gutartig bleiben, sich aber völlig unbemerkt zu bösartigen Tumoren entwickeln. Eine frühzeitige Entfernung der Polypen kann Darmkrebs verhindern. Die Koloskopie gehört zu den effektivsten Methoden der Behandlung, Polypen und Tumoren im Darm aufzuspüren. Dabei führt der Arzt ein Endoskop in den Darm ein und kann mittels einer kleinen Kamera das Innere des Darms genau inspizieren. Zudem können während der Untersuchung auch Gewebeproben entnommen und Darmpolypen entfernt werden.

Welche Krebsarten können sich bilden?

  • Kolonkarzinom (Dickdarmkrebs)
  • Rektumkarzinom (Mastdarmkrebs)
  • Kolorektales Karzinom (Dickdarm- und Mastdarmkrebs zusammengefasst)
  • Krebserkrankungen des Dünndarms sind sehr selten

Darmkrebsbehandlung

Sollte nach Auswertung aller Untersuchungsergebnisse Darmkrebs diagnostiziert werden, eröffnen sich dann zahlreiche Möglichkeiten in Sachen Therapie und Behandlung. „Wir bieten dabei alle modernen minimal-invasiven und konventionellen Operationsmethoden an, führen interventionelle und operative Therapien bei Metastasen durch und wenden alle modernen Chemotherapie- und Strahlentherapie-Methoden an“, sagt Professor Freys.

Mögliche Methoden, einen Tumor und benachbartes Gewebe zu untersuchen:

  • Tastuntersuchung (rektal-digitale Untersuchung)
  • Okkultbluttest (Hämocculttest)
  • Koloskopie (komplette flexible Darmspiegelung) und Biopsie
  • Röntgenuntersuchung (Kolon-Kontrasteinlauf)
  • Ultraschalluntersuchung (Sonographie/Endosonographie)
  • Computertomographie (CT)
  • Magnetresonanztomographie (MRT, auch Kernspintomographie)
  • Laboruntersuchungen
Darmkrebsbehandlung Diagnose
Eine Zusammenarbeit von Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen ist bei der Behandlung von Darmkrebs besonders wichtig. DIAKO

Zusammenarbeit von Experten aus allen Fachrichtungen

Das Darmkrebszentrum Bremen West gilt als Kompetenzzentrum für Prävention, Screening, Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachbehandlung des kolorektalen Karzinoms. Einmal wöchentlich treffen sich alle Partner der Darmkrebsbehandlung in der Tumorkonferenz und legen dabei gemeinsam und für jeden Patienten individualisiert einen Diagnostik- und/oder Therapieplan fest. Eng eingebunden in die Therapien sind Physiotherapeuten, die Krankenhausseelsorge, die Psychoonkologie, der Sozialdienst und die Ernährungsberatung. Eine wöchentliche Darmkrebssprechstunde rundet dabei das Angebot ab und richtet sich an alle Betroffenen.

Darmkrebsbehandlung Darmkrebszentrum DIAKO LogoDas Darmkrebszentrum wurde 2004 erstmals zertifiziert und war damit das erste zertifizierte Zentrum im Bundesland Bremen. Im Jahr 2019 wurde die Zertifizierung erneuert. Damit erfüllt das Zentrum die Vorgaben der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG). Ebenfalls im Jahr 2019 wurde es als sogenanntes Zweitmeinungszentrum akkreditiert. Damit gehört es zu einer ausgewählten Gruppe deutscher Darmkrebszentren, die die Patienten beim Einholen einer zweiten Meinung unterstützt. Professor Freys: „Die Diagnose Krebs ist immer ein Schock. Wenn Patienten trotz ausführlicher Entscheidungsfindung und Beratung unsicher sind, wie es weitergehen soll, kann es durchaus ratsam sein, eine fundierte ärztliche Zweitmeinung durch unabhängige Experten einzuholen. Wir helfen ihnen dabei.“

Möglichkeiten der Darmkrebsbehandlung im DIAKO:

  • Dickdarmspiegelung (Koloskopie), gegebenenfalls mit Polypentfernung
  • Enddarmspiegelung (Prokto-/Rektoskopie), gegebenenfalls Polypentfernung
  • Argonplasma-Behandlung, interventionelle endoskopische Maßnahmen, Stentimplantation
  • Endo-Ultraschalluntersuchung des Enddarmes und des Dickdarmes
  • alle modernen diagnostischen Methoden, beispielsweise Ultraschall, CT, MRT, gegebenenfalls nuklearmedizinische Zusatzuntersuchungen
  • alle modernen minimal-invasiven und konventionellen Operationsmethoden zur Behandlung von Enddarm- und Dickdarmkrebs
  • gegebenenfalls Durchführung von interventionellen oder operativen Therapien bei Metastasen
  • alle modernen Strahlentherapie-Methoden (gegebenenfalls in Kombination mit Chemotherapie)
  • alle modernen Chemotherapie-Methoden (gegebenenfalls in Kombination mit Strahlentherapie)

Kann man selbst etwas tun, um das Krebsrisiko zu vermindern?

Zu den wichtigsten Risikofaktoren für Darmkrebs zählt das Alter der Patienten. Ab dem 50. Lebensjahr steigt das Risiko stetig an, an Darmkrebs zu erkranken. Deshalb zahlen die Krankenkassen ab diesem Alter einen Stuhlbluttest pro Jahr. Zudem können Krankenversicherte ab 55 Jahren eine Darmspiegelung, die Koloskopie, vornehmen lassen. Diese Untersuchung wurde von den gesetzlichen Kassen in das Krebsfrüherkennungsprogramm aufgenommen.

Darmkrebsbehandlung Chefarzt Professor Stephan M. Freys
Professor Stephan M. Freys ist Chefarzt der Chirurgie. Er berät die Patienten umfassend, beispielsweise zu einer Operation sowie begleitender Chemotherapie oder Bestrahlung. DIAKO

Personen mit erhöhtem Krankheitsrisiko, beispielsweise Menschen, deren Angehörige ersten Grades an Darmkrebs erkrankt sind, sollten frühzeitig eine Darmspiegelung durchführen lassen. „Sie sollten dabei zehn Jahre jünger sein als der Angehörige war, als bei ihm der Tumor diagnostiziert wurde“, sagt der Chefarzt. Menschen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen wie Colitis ulcerosa oder Morbus Crohn sollten ebenfalls mit ihrem behandelnden Arzt über mögliche Früherkennungsmaßnahmen reden. „Zudem wissen wir aus vielen wissenschaftlichen Untersuchungen, dass die Ernährung einen Einfluss auf das Krebsrisiko hat“, berichtet Professor Freys. Obst und Gemüse sowie eine ausgewogene, möglichst fleisch- und fettarme Kost seien sicher hilfreich.

Wer sein persönliches Darmkrebsrisiko bestimmen will, kann für eine erste Einschätzung einen Onlinetest des DIAKO machen. Bei Zweifeln, erhöhtem Risiko oder gar Beschwerden sollten aber in jedem Fall medizinische Experten wie die des Darmkrebszentrums Bremen West konsultiert werden. Das DIAKO bietet dazu verschiedene Sprechstunden und Beratungsmöglichkeiten an.

Prophylaxe und Vorbeugung:

  • Risiko bestimmen: Sind beispielsweise nahe Angehörige an Darmkrebs erkrankt? Liegt eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung vor? Alter von über 50 Jahren?
  • Ab 50 Jahren: jährlichen Stuhlbluttest durchführen lassen.
  • Ab 55 Jahren: regelmäßig Darmspiegelung durchführen lassen.
  • Bei erhöhtem Risiko: frühzeitig eine Darmspiegelung durchführen lassen.
  • Auf die Ernährung achten: viel Obst und Gemüse, dabei wenig Fleisch und Fett zu sich nehmen.
  • Übergewicht und Bewegungsmangel sowie Alkohol und Rauchen vermeiden.