Kaufnebenkosten gehören bei jedem Immobilienkauf von Anfang an in die Finanzierungsplanung. Neben dem eigentlichen Kaufpreis fallen zusätzliche Kosten für die Grunderwerbsteuer, den Notar, den Grundbucheintrag und gegebenenfalls für einen Immobilienmakler an.
Das gilt unabhängig davon, ob ein Haus, eine Wohnung oder ein Grundstück gekauft wird. Die Kaufnebenkosten erhöhen den gesamten Kapitalbedarf. Immobilienkäufer sollten sie deshalb bereits bei der Planung der Baufinanzierung berücksichtigen.

Was sind Kaufnebenkosten?
Zu den Kaufnebenkosten zählen alle zusätzlichen Kosten, die neben dem eigentlichen Kaufpreis einer Immobilie entstehen. Einige dieser Kosten fallen bei einem Immobilienkauf grundsätzlich an, andere nur unter bestimmten Voraussetzungen.
„Zu den Kaufnebenkosten gehören verschiedene Gebühren und Steuern, beispielsweise die Notarkosten, die Gebühren für die Grundbuchumschreibung sowie die Grunderwerbsteuer“, erklärt Burak Dilek, freier Finanzierungsberater und Geschäftsführer der Burak Dilek Immobilien und Finanzen GmbH in Bremen.
In einigen Fällen kommt zusätzlich eine Maklerprovision hinzu. „All diese klassischen Nebenkosten machen jeweils einen bestimmten Prozentsatz des Kaufpreises der Immobilie aus“, weiß Dilek, der selbst auch als Immobilienmakler in Bremen tätig ist. Sein Unternehmen deckt alle Bereiche des Immobilienverkaufs ab.
Zu den typischen Kaufnebenkosten beim Immobilienkauf gehören:
- Grunderwerbsteuer
- Notarkosten
- Kosten für den Eintrag ins Grundbuch
- Maklerprovision

Wie hoch sind die Kaufnebenkosten in Bremen?
Beim Immobilienkauf betragen die Kaufnebenkosten in der Regel zwischen 10 und 15 Prozent des Kaufpreises. Wie hoch die tatsächliche Summe ausfällt, hängt unter anderem vom Kaufpreis und davon ab, ob zusätzlich eine Maklerprovision anfällt.
Zu den wesentlichen Kostenpositionen gehören in Bremen die Grunderwerbsteuer sowie die Gebühren für Notar und Grundbucheintragung. Eine Maklerprovision kommt nur hinzu, wenn beim Immobilienkauf ein Makler beteiligt ist.
Welche Notar- und Grundbuchkosten fallen an?
Um die Kosten für Notar und Grundbucheintragung kommt beim Immobilienkauf niemand herum. Ein Immobilienkaufvertrag muss notariell beurkundet werden. Auch die Eintragung des Eigentumswechsels in das Grundbuch ist Teil des Kaufs einer Immobilie.
Mit dem Grundbucheintrag wird der Käufer zum rechtlichen Eigentümer der Immobilie. Als Richtwert können Immobilienkäufer für Notar- und Grundbuchkosten zusammen etwa 1,5 bis 2 Prozent des Kaufpreises einplanen. Die tatsächlichen Kosten hängen vom Kaufpreis und den erforderlichen Vorgängen ab.
Diese Kosten sollten Immobilienkäufer deshalb ebenso wie die übrigen Kaufnebenkosten bereits bei der Finanzierungsplanung berücksichtigen.
Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer in Bremen?

In Bremen beträgt die Grunderwerbsteuer seit dem 1. Juli 2025 5,5 Prozent des Kaufpreises. Sie fällt beim Kauf einer Immobilie oder eines Grundstücks an und wird einmalig fällig.
Die Grunderwerbsteuer ist Ländersache. Dadurch kann sich die Höhe des Steuersatzes je nach Bundesland unterscheiden. Für einen Immobilienkauf in Bremen bildet die Grunderwerbsteuer somit einen wesentlichen Bestandteil der gesamten Kaufnebenkosten.
Wann fällt eine Maklerprovision an?
Wenn bei einem Immobilienkauf ein Makler beteiligt ist, kann zusätzlich eine Maklerprovision anfallen. Ihre Höhe hängt vom Verkaufspreis und von der jeweiligen Provisionsvereinbarung ab.
Für den Verkauf von Eigentumswohnungen und Einfamilienhäusern gelten seit 2020 besondere gesetzliche Regelungen zur Verteilung der Maklerkosten. Dadurch können die Maklerkosten nicht in jeder Konstellation vollständig auf die Käuferseite übertragen werden.
In Bremen sind bei einer hälftigen Aufteilung häufig rund 2,98 bis 3,57 Prozent des Kaufpreises pro Partei inklusive Mehrwertsteuer üblich. Das entspricht einer Gesamtprovision von etwa 5,95 bis 7,14 Prozent. Die konkrete Höhe der Maklerprovision ist nicht gesetzlich festgelegt; Makler legen diese individuell fest.
Warum sind Kaufnebenkosten bei der Finanzierung zu berücksichtigen?
Der tatsächliche Kapitalbedarf beim Immobilienkauf liegt durch die Kaufnebenkosten über dem reinen Kaufpreis. Wer ausschließlich mit dem Preis für das Haus, die Wohnung oder das Grundstück kalkuliert, berücksichtigt daher nicht alle beim Erwerb entstehenden Kosten.
Gerade weil sich die Grunderwerbsteuer, die Notar- und Grundbuchkosten sowie gegebenenfalls die Maklerprovision prozentual am Kaufpreis orientieren, können die Nebenkosten einen erheblichen zusätzlichen Betrag ausmachen.
Deshalb sollten Kaufnebenkosten bereits zu Beginn der Baufinanzierung mit eingeplant werden.
Ist es möglich, die Kaufnebenkosten mitzufinanzieren?
Grundsätzlich ist es nicht völlig ausgeschlossen, Kaufnebenkosten gemeinsam mit dem Immobilienkauf zu finanzieren. Finanzierungsvermittler Burak Dilek empfiehlt jedoch, die zusätzlichen Kosten nach Möglichkeit mit Eigenkapital abzudecken.
„Es ist ratsam, diese Nebenkosten mit Eigenkapital zu decken“, empfiehlt Burak Dilek. „Es ist jedoch nicht völlig ausgeschlossen, die Kaufnebenkosten zusammen mit der Baufinanzierung zu finanzieren.“
Dazu sind allerdings eine ausgezeichnete Bonität und ein hohes Einkommen erforderlich. Ob eine Finanzierung der Kaufnebenkosten möglich ist, hängt somit wesentlich von der individuellen finanziellen Ausgangssituation ab.
Häufige Fragen zu Kaufnebenkosten in Bremen
Kaufnebenkosten: Experten mit Erfahrung rund um Immobilien und Finanzierung
Die Burak Dilek Immobilien und Finanzen GmbH verbindet Fachwissen aus der Immobilien- und Finanzbranche. Nicht nur Geschäftsführer Burak Dilek selbst bringt als Bankkaufmann (IHK), geprüfter Immobilienmakler (IHK) und Bankfachwirt (IHK) umfassendes Fachwissen und praktische Erfahrung mit.
Auch die weiteren Beraterinnen und Berater im Team greifen auf teils mehr als 30 Jahre Berufserfahrung zurück. So erhalten Kunden eine fundierte, ganzheitliche und individuell abgestimmte Beratung – von der ersten Finanzierungsfrage inklusive Betrachtung der Kaufnebenkosten bis zum erfolgreichen Immobilienkauf. Kontakt: 0421 / 39 91 39 21, info@burak-dilek.de.