Zahnersatz soll fehlende oder stark geschädigte Zähne so ersetzen, dass Kauen, Sprechen und ein natürliches Aussehen möglichst gut erhalten bleiben. Dafür kommen je nach Befund Kronen, Brücken, Implantate oder herausnehmbare Prothesen infrage. Welche Lösung sinnvoll ist, hängt unter anderem von den vorhandenen Zähnen, dem Kieferknochen, der Belastung beim Kauen und den persönlichen Anforderungen an Komfort und Ästhetik ab.
„Wir können heute auch in vielen anspruchsvollen Ausgangssituationen einen festsitzenden Zahnersatz über Implantate ermöglichen“, sagt Dr. Katharina Krause. „Und bei herausnehmbarem Ersatz können wir eine Stabilisierung schaffen, die sich sicher und fest anfühlt.“ Vor jeder Versorgung steht deshalb eine genaue Untersuchung. Erst wenn feststeht, welche Zähne erhalten werden können, wie belastbar die Nachbarzähne sind und welche Voraussetzungen im Kiefer bestehen, lässt sich der passende Zahnersatz planen.
Wann wird Zahnersatz notwendig?
Zahnersatz kann erforderlich werden, wenn ein Zahn fehlt oder so stark geschädigt ist, dass eine Füllung allein nicht mehr ausreicht. Ist noch ausreichend Zahnsubstanz vorhanden, kann eine Krone den Zahn schützen und seine Form wiederherstellen. Fehlt ein Zahn vollständig, kommen beispielsweise eine Brücke oder ein Implantat mit darauf befestigter Krone infrage.
Bei mehreren fehlenden Zähnen können größere Brücken, implantatgetragene Lösungen oder herausnehmbare Prothesen sinnvoll sein. Fehlen sämtliche Zähne eines Kiefers, lässt sich dieser mit einer Vollprothese oder je nach Ausgangssituation mit implantatgestütztem Zahnersatz versorgen.
Welche Variante geeignet ist, entscheidet sich deshalb nicht allein danach, wie groß eine Zahnlücke ist. „Bei Zahnersatz betrachten wir nicht nur die Lücke. Entscheidend ist das gesamte Gebiss: Welche Zähne sind gesund, wie greifen Ober- und Unterkiefer ineinander und welche Belastungen muss der Zahnersatz im Alltag aushalten?“, erklärt Dr. Katharina Krause.

Welche Arten von Zahnersatz gibt es?
Zu den wichtigsten Formen von Zahnersatz gehören Kronen, Brücken, Implantate und Prothesen. Sie unterscheiden sich vor allem darin, ob eigene Zähne noch vorhanden sind, wie viele Zähne ersetzt werden müssen und ob der Zahnersatz fest eingesetzt oder herausnehmbar sein soll.
- Krone: wenn der eigene Zahn erhalten werden kann
Eine Krone kommt infrage, wenn ein Zahn stark beschädigt ist, aber noch erhalten werden kann. Sie umschließt den vorbereiteten Zahn und stellt Form, Stabilität und Kaufunktion wieder her. Je nach Position des Zahns und gewünschter Optik kommen unterschiedliche Materialien infrage, zum Beispiel Vollkeramik. - Brücke: eine Zahnlücke fest schließen
Eine Brücke ersetzt einen oder mehrere fehlende Zähne und wird meist an den benachbarten Zähnen befestigt. Diese müssen dafür ausreichend stabil sein und in der Regel vorbereitet werden. Eine Brücke kann besonders dann sinnvoll sein, wenn die Nachbarzähne ohnehin größere Schäden aufweisen oder bereits überkront sind. - Implantat: künstliche Zahnwurzel für festen Zahnersatz
Ein Implantat wird in den Kieferknochen eingesetzt und übernimmt die Funktion einer künstlichen Zahnwurzel. Darauf kann anschließend beispielsweise eine Krone oder Brücke befestigt werden. Ein Vorteil besteht darin, dass gesunde Nachbarzähne meist nicht beschliffen werden müssen. Voraussetzung ist jedoch, dass Kieferknochen und allgemeine Zahnsituation eine Implantation zulassen. - Prothese: Zahnersatz bei mehreren fehlenden Zähnen
Prothesen können mehrere fehlende Zähne oder einen vollständig zahnlosen Kiefer ersetzen. Je nach Ausführung sind sie herausnehmbar oder werden mit vorhandenen Zähnen beziehungsweise Implantaten kombiniert. Bei guter Planung kann auch herausnehmbarer Zahnersatz sicher sitzen und die Kaufunktion zuverlässig unterstützen.
Brücke oder Implantat: Was ist der Unterschied?
Ob eine Brücke oder ein Implantat besser zur jeweiligen Situation passt, hängt vom Befund ab. Bei einer Brücke wird die Zahnlücke mithilfe der benachbarten Zähne geschlossen. Diese müssen ausreichend stabil sein und werden in der Regel für die Befestigung vorbereitet. Ein Implantat wird dagegen im Kieferknochen verankert und ersetzt die fehlende Zahnwurzel. Gesunde Nachbarzähne müssen dafür normalerweise nicht beschliffen werden.
Eine Brücke kann besonders sinnvoll sein, wenn die angrenzenden Zähne ohnehin größere Schäden aufweisen oder Kronen benötigen. Für ein Implantat kann sprechen, dass gesunde Nachbarzähne erhalten bleiben. Dafür ist ein chirurgischer Eingriff notwendig, und die Behandlung dauert häufig länger. Auch Kosten, Reinigungsmöglichkeiten, vorhandener Kieferknochen und die Belastung beim Kauen spielen bei der Entscheidung eine Rolle.
„Bei dieser Entscheidung geht es immer um eine langfristige Lösung. Wichtig ist, möglichst viel gesunde Zahnsubstanz zu erhalten und gleichzeitig einen Zahnersatz zu wählen, der zur gesamten Zahnsituation passt“, erklärt Dr. Katharina Krause.
Herausnehmbarer Zahnersatz bei mehreren fehlenden Zähnen
Fehlen mehrere Zähne, ist ein ausschließlich festsitzender Zahnersatz nicht in jeder Situation die passende Lösung. Dann kommen unterschiedliche Formen von herausnehmbarem oder kombiniertem Zahnersatz infrage:
- Klammerprothese: Sie wird mit Klammern an vorhandenen Zähnen befestigt.
- Modellgussprothese: Ein Metallgerüst bildet die stabile Grundlage der Prothese.
- Teleskopprothese: Sie verbindet festen und herausnehmbaren Zahnersatz. Speziell überkronte eigene Zähne dienen dabei als Haltepunkte.
- Vollprothese: Sie ersetzt sämtliche Zähne eines Kiefers, wenn keine eigenen Zähne mehr vorhanden sind.
- Implantatgestützte Prothese: Implantate können zusätzlichen Halt geben und den Sitz einer herausnehmbaren Prothese verbessern.
„Bei herausnehmbarem Ersatz können wir eine Stabilisierung schaffen, die sich sicher und fest anfühlt“, erläutert Dr. Katharina Krause.
Bei Zahnersatz zählen Funktion und Ästhetik
Bei Zahnersatz spielt ein natürliches Aussehen für viele Menschen eine wichtige Rolle. Ebenso entscheidend ist jedoch, dass der Zahnersatz beim Kauen gut funktioniert und sich harmonisch in den Biss einfügt. Schon kleine Abweichungen an den Kauflächen können beeinflussen, wie sich der neue Zahnersatz beim Zubeißen anfühlt. Deshalb werden Form, Höhe und Kontaktpunkte sorgfältig auf die übrigen Zähne abgestimmt.
„Unser Ziel ist es, eine saubere Funktion und eine schöne Ästhetik des Gebisses herzustellen“, sagen Dr. Köneke, Dr. Schroeder und Dr. Krause aus der Partnerschaft für interdisziplinäre ZahnMedizin in Bremen-Schwachhausen übereinstimmend.
Vollkeramik bei Zahnersatz: natürlich und substanzschonend
Für Kronen und Brücken stehen unterschiedliche Werkstoffe zur Verfügung. Vollkeramische Lösungen kommen ohne sichtbaren Metallkern aus und können Farbe, Lichtwirkung und Form natürlicher Zähne sehr genau nachbilden. Welche Keramik geeignet ist, hängt unter anderem davon ab, wo sich der Zahn befindet und wie stark er beim Kauen belastet wird.
In der Partnerschaft für interdisziplinäre ZahnMedizin werden beispielsweise auch sehr dünne keramische Kronen und andere Formen von Zahnersatz eingesetzt. Bei geeigneten Ausgangssituationen kann dadurch vergleichsweise wenig natürliche Zahnsubstanz abgetragen werden. „Nicht jede Keramik eignet sich für jede Situation. Entscheidend ist, das Material so auszuwählen, dass es zur Belastung, zum vorhandenen Zahn und zum gewünschten Ergebnis passt“, erklärt Dr. Katharina Krause.
Umweltzahnheilkunde als integrativer Bestandteil der Zahnersatzplanung
„Materialverträglichkeit ist ein wichtiger Faktor beim Zahnersatz“, sagt Dr. Katharina Krause. Deshalb spiele eine Materialberatung und gegebenenfalls auch eine Materialaustestung vor der Herstellung eines Zahnersatzes in der Partnerschaft für interdisziplinäre ZahnMedizin eine große Rolle. Generell werden in der Praxis hochwertige und bioverträgliche Materialien wie Vollkeramik und Titan verarbeitet. Aber auch Befestigungsmaterialien spielen eine Rolle. Und bei Unverträglichkeiten auf bestimmte Materialien muss eine besondere Voruntersuchung stattfinden.
Zahnersatz aus dem eigenen Dentallabor
Bei individuell gefertigtem Zahnersatz kommt es auf viele Details an. Dazu gehören die Form der Zähne, die Kontaktpunkte beim Kauen und die genaue Abstimmung auf das vorhandene Gebiss. Die Partnerschaft für interdisziplinäre ZahnMedizin arbeitet dafür mit einem eigenen Dentallabor direkt in der Praxis. Der Zahnersatz kann dort individuell hergestellt und bei Bedarf unmittelbar zwischen Zahnarzt und Zahntechnik abgestimmt werden.
Für individuell angefertigte Arbeiten ist außerdem eine persönliche Zahnfarbbestimmung möglich. Dabei geht es nicht nur um die Grundfarbe. Auch unterschiedliche Farbnuancen und die natürliche Lichtwirkung der Zähne können berücksichtigt werden.
Nach Absprache können Interessierte auch einen Einblick in die zahntechnische Herstellung erhalten. „Kurze Wege zwischen Behandlung und Zahntechnik erleichtern es, Details direkt abzustimmen und Anpassungen ohne unnötige Umwege umzusetzen“, sagt Dr. Katharina Krause.

Von der Untersuchung bis zum fertigen Zahnersatz
Von der Untersuchung bis zum Einsetzen sind mehrere Schritte notwendig. Je nach Befund und gewählter Lösung kann der genaue Ablauf unterschiedlich sein.
- Untersuchung: Zunächst werden die vorhandenen Zähne, das Zahnfleisch und die Zahnlücke beurteilt. Je nach geplanter Behandlung können weitere Untersuchungen notwendig sein.
- Umweltzahnmedizin und Funktion: Umweltzahnmedizinische und funktionelle Faktoren können sehr bedeutsam sein. Deshalb sind eine Materialberatung sowie eine Funktionsuntersuchung immer Teil der Vorarbeiten.
- Beratung und Auswahl: Anschließend werden die infrage kommenden Möglichkeiten miteinander verglichen. Dabei geht es unter anderem um Funktion, Aufwand, Materialien, Ästhetik und Kosten. „Die Patienten können sich für ihre Entscheidung Zeit nehmen und in Ruhe die passende Behandlung wählen“, lautet ein Grundsatz der Praxis Partnerschaft für interdisziplinäre ZahnMedizin.
- Heil- und Kostenplan: Bei gesetzlich Krankenversicherten wird für Zahnersatz ein elektronischer Heil- und Kostenplan erstellt. Er enthält unter anderem den Befund, die vorgesehene Regelversorgung, die geplante Behandlung und die voraussichtlichen Kosten. Nach Zustimmung wird der Plan von der Zahnarztpraxis elektronisch an die Krankenkasse übermittelt.
- Herstellung und Einsetzen: Nach der Planung wird der Zahnersatz vorbereitet und hergestellt. Beim Einsetzen werden unter anderem Passform und Biss kontrolliert.
- Anpassung und Kontrolle: Falls nötig, wird der Zahnersatz anschließend noch angepasst. Regelmäßige Kontrollen helfen außerdem dabei, Sitz und Funktion langfristig zu überprüfen.
Was kostet Zahnersatz in Bremen?
Die Kosten für Zahnersatz unterscheiden sich je nach Befund, Material und Aufwand deutlich. Als grobe Orientierung können folgende Preisbereiche dienen:
- Herausnehmbare Prothesen: ab 1.500 Euro
- Vollkeramik-Krone: ab 2.000 Euro
- Vollkeramik-Brücke: ab 3.900 Euro
- Implantat: etwa 2.000 bis 4.500 Euro pro Implantat
Wie hoch die tatsächlichen Kosten ausfallen, hängt unter anderem davon ab, wie viele Zähne ersetzt werden müssen, welches Material verwendet wird und wie aufwendig die zahntechnische Herstellung ist. Bei Implantaten können zusätzliche Behandlungsschritte wie ein Aufbau des Kieferknochens die Kosten erhöhen.
Eine verlässliche individuelle Kalkulation liefert der Heil- und Kostenplan. Er zeigt vor Beginn der Behandlung die voraussichtlichen Gesamtkosten und bei gesetzlich Versicherten auch den Zuschuss der Krankenkasse.
Wie viel zahlt die gesetzliche Krankenkasse?
Bei medizinisch notwendigem Zahnersatz beteiligt sich die gesetzliche Krankenkasse mit einem festen Zuschuss an den Kosten. Wie hoch dieser Zuschuss ist, hängt davon ab, welcher zahnmedizinische Befund vorliegt. Als Berechnungsgrundlage dient die sogenannte Regelversorgung – also die Standardbehandlung, die für die jeweilige Zahnsituation vorgesehen ist.
Für Menschen mit geringem Einkommen gibt es außerdem eine Härtefallregelung. Sind die Voraussetzungen erfüllt und wird die Regelversorgung gewählt, kann die Krankenkasse deren Kosten stärker bezuschussen.
Wie lange hält Zahnersatz?
Gut gefertigter und sorgfältig gepflegter Zahnersatz kann viele Jahrzehnte halten. Hochwertige Keramikkronen können bei guten Voraussetzungen 30 Jahre oder länger halten. Herausnehmbare Prothesen müssen je nach Material, Beanspruchung und Veränderungen im Mund häufig nach etwa 5 bis 10 Jahren angepasst werden.
Wie lange der Zahnersatz tatsächlich genutzt werden kann, hängt von mehreren Faktoren ab. Dazu gehören die Belastung beim Kauen, die Mundhygiene, der Zustand der übrigen Zähne und regelmäßige Kontrollen. Auch Zahnfleisch und Kieferknochen können sich im Laufe der Zeit verändern. Gerade bei herausnehmbarem Zahnersatz kann deshalb eine Anpassung notwendig werden, damit er weiterhin gut sitzt.
Regelmäßige Kontrollen helfen dabei, Veränderungen früh zu erkennen und die Funktion des Zahnersatzes möglichst lange zu erhalten.

Zahnersatz braucht gründliche Pflege
Welche Pflege sinnvoll ist, hängt von der Art des Zahnersatzes ab. „Gerade bei Brücken und Implantaten lohnt es sich, die Reinigung gezielt an die eigene Situation anzupassen“, erklärt Dr. Katharina Krause.
- Kronen und festsitzender Zahnersatz: Besonders wichtig sind die Übergänge zwischen Zahn, Krone und Zahnfleisch sowie schwer erreichbare Zwischenräume.
- Brücken: Zusätzlich sollte der Bereich unter dem ersetzten Zahn gereinigt werden. Dafür eignen sich spezielle Zahnseide oder passende Zwischenraumbürsten.
- Implantate: Das Implantat selbst kann zwar keine Karies bekommen, das umliegende Zahnfleisch kann sich jedoch entzünden. Eine gründliche Reinigung rund um das Implantat ist deshalb besonders wichtig.
- Herausnehmbare Prothesen: Sie sollten regelmäßig aus dem Mund genommen und gründlich gereinigt werden. Auch natürliche Restzähne und Zahnfleisch bleiben Teil der täglichen Mundpflege.
Zahnersatz in Bremen: Die passende Versorgung ist eine individuelle Entscheidung
Ob Krone, Brücke, Implantat oder Prothese infrage kommen, hängt von der individuellen Zahnsituation ab. Eine sorgfältige Planung berücksichtigt dabei den Erhalt eigener Zähne, die Funktion beim Kauen, die Reinigungsmöglichkeiten, die Ästhetik und die Kosten. Dr. Katharina Krause und das Team der Partnerschaft für interdisziplinäre ZahnMedizin stimmen den Zahnersatz deshalb auf die jeweiligen Voraussetzungen im Mund und Kiefer ab.
Die Praxis befindet sich in der Lüder-von-Bentheim-Straße 18 in 28209 Bremen-Schwachhausen. Sie ist telefonisch unter 0421 34 35 38 sowie per E-Mail unter info@zaehne-bremen.de erreichbar.