Wie sicher ist Online Banking

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Von digitalen Bankgeschäften über das Online-Shopping bis hin zum mobilen Bezahlen mit dem Smartphone

Wie sicher ist Online-Banking?

Online-Shopping und kontaktloses Bezahlen mit dem Smartphone – immer mehr verlagern sich die Finanzen in die digitale Welt. Doch viele Menschen fragen sich: Wie sicher ist Online-Banking eigentlich? Finanzfachleute erklären es – und verraten, welche Schutzmaßnahmen sinnvoll sind.

Gerade in den vergangenen Jahren sind viele Menschen aufs Online-Shopping umgestiegen. Selbst teure Geräte wie Elektroartikel landen beim Einkauf im Internet inzwischen immer häufiger im digitalen Warenkorb.

Ganze 80 Prozent aller Bankkunden nutzten 2021 laut einer Langzeitstudie des Digitalverbands bitkom digitale Banking-Angebote. „Umso wichtiger sind hier gute Vorsichtsmaßnahmen und Aufmerksamkeit. Auch wenn Online-Banking grundsätzlich sehr sicher ist“, sagt Niederlassungsleiterin Kathrin Fandrich, bei der Commerzbank Bremen zuständig für das Privatkundengeschäft. Schließlich unterliegen die Apps deutscher Banken den höchsten Sicherheitsstandards. Und die Commerzbank bietet ihren Kunden darüber hinaus eine Sicherheitsgarantie für Schäden beim Online-Banking oder Mobile-Banking durch Phishing oder Schadsoftware.

Aufmerksamkeit ist am Smartphone wie am Geldautomaten gefragt

„Nichtsdestotrotz: Sicherheitsstandards ersetzen nicht die Wachsamkeit des Benutzers beziehungsweise der Benutzerin“, betont Kathrin Fandrich. Daher müsse jeder selbst angemessene Vorsicht walten lassen. Dazu gehöre etwa, niemanden auf sein Smartphone schauen zu lassen. So wie man es ja auch gewohnt ist, das Tastenfeld bei der PIN-Eingabe am Geldautomaten oder beim Bezahlen im Geschäft vor fremden Blicken zu schützen. Ein weiterer Tipp: „Schalten Sie den Privat Modus ein.“ Dieser dient der Nutzung der Banking App in der Öffentlichkeit. Dann werden der Gesamtsaldo, Kontostände und Eingänge ab 500 Euro durch das Privat-Modus-Icon verdeckt.

Im analogen wie im digitalen Leben gilt gleichermaßen: Wenn Ihnen etwas merkwürdig vorkommt, brechen Sie ab und holen sich Hilfe. Das kann beim Online-Banking etwa vorkommen, wenn Sie Daten mehrfach eingeben sollen oder auf unbekannte Seiten weitergeleitet werden. In diesen Fällen können sich Kunden der Commerzbank sicherheitshalber an Fachleute wenden, die den Vorgang überprüfen können, etwa über die kostenlose Hotline der Commerzbank unter der Rufnummer 069 5 8000 8000. Neben einem gesunden Menschenverstand gelten fürs Online-Banking aber noch zusätzliche Vorsichtsmaßnahmen, an denen man sich orientieren sollte.

Maßnahmen, um das Online-Banking sicher zu machen

Wie sicher ist Online Banking – Online-Shopping
Karten müssen nur einmal mit dem Konto im Online-Banking verknüpft werden – dann kann es losgehen. Freepik.com/Snowing

Ein wichtiger Faktor ist eine stets aktuelle Software. Achten Sie daher darauf, dass das Betriebssystem, der Virenscanner und die Firewall auf allen Ihren Geräten auf dem neuesten Stand sind. Updates sollten Sie also nicht vor sich herschieben, sondern zügig ausführen. Dadurch schließen Sie eventuelle Sicherheitslücken sofort.

Auf der Seite der Commerzbank Bremen für sicheres Online-Banking finden sich stets aktuelle Warnhinweise zu neuen Betrugsmaschen und Phishing-Mails. „Phishing“ ist von den englischen Wörtern password harvesting (Passwörter sammeln) und fishing (Angeln) abgeleitet. Der Begriff steht für einen Betrugsversuch, bei dem sich jemand als ein Unternehmen oder eine andere Person ausgibt. Auf diese Weise wollen Kriminelle an fremde Daten kommen – um beispielsweise ein Konto leerzuräumen, eine Identität zu stehlen oder eine Schadsoftware zu installieren.

Das sollten Sie für ein sicheres Online-Banking beachten:

  • Verraten Sie niemandem – beispielsweise am Telefon – Ihre Zugangsdaten, Passwörter, Transaktionsnummern (TAN) oder persönliche Identifikationsnummer (PIN).
  • Eine TAN-Freigabe sollten Sie nur für Vorgänge erteilen, die Sie selbst durchführen. (Sie benötigen eine TAN beispielsweise für Überweisungen.)
  • Vermeiden Sie möglichst Online-Banking auf fremden Geräten. Falls es doch sein muss, keinesfalls das Ausloggen vergessen.
  • Um das Online-Banking zu starten, geben Sie die Adresse der Seite ein (oder setzen Sie ein Lesezeichen beziehungsweise markieren die Adresse als Favoriten). Vorsicht beim Klick auf Suchergebnisse – diese könnten manipuliert sein.
  • Nutzen Sie ein gutes Antivirenprogramm und installieren Sie eine Firewall. Die Programme schützen vor Schadsoftware und Hackerangriffen.
  • Besteht ein Verdacht auf Missbrauch? Dann sperren Sie zügig Ihren Zugang zum Online-Banking. Das können Sie entweder direkt im Online-Banking oder telefonisch erledigen. Bei der Commerzbank Bremen ist das über die Online-Hilfe-Seite und die kostenlose Hotline 069 5 8000 8000 möglich.
  • Prüfen Sie regelmäßig den Kontostand und Ihre Kreditkartenabrechnungen. Falls Ihnen Unstimmigkeiten auffallen, sprechen Sie Ihre Bank an.
  • Wer möchte, kann ein Auftragslimit festsetzen – wie viel also maximal an Geld überwiesen werden kann.
  • Haben Sie Ihre Karte verloren, lassen Sie sie sofort sperren. Die zentrale Sperrnummer ist die +49 116 116. Um eine Girokarte zu sperren, benötigen Sie die IBAN, bei der Kreditkarte die Kartennummer. Zeigen Sie den Verlust darüber hinaus auch bei der Polizei Bremen an.

Mobiles Bezahlen mit dem Smartphone

Wie sicher ist Online Banking – Bezahlen mit dem Smartphone
Das Bezahlen mit dem Smartphone ist sicher und praktisch. Freepik.com/Pressfoto

Immer beliebter wird das Zahlen mit dem Handy. Die meisten Menschen haben es schließlich eh meist zur Hand, wenn sie an der Kasse stehen. „Banking mit dem Smartphone ist bei Verbrauchern besonders beliebt“, sagt Kathrin Fandrich. Um 23 Prozent wuchs allein im Jahr 2021 die Zahl der Banking-App-Nutzer. Möglich macht das auch die NFC-Technologie. NFC steht für Near-Field-Communication oder Nahfeldkommunikation – damit können zwei Geräte in direkter Nähe zueinander problemlos kommunizieren. So kann man bezahlen, ohne eine PIN-Nummer einzugeben. Daten werden dabei verschlüsselt übertragen, was nur über eine Distanz von wenigen Zentimetern funktioniert. Dieses Mobile Banking ist also sehr sicher.

„Unsere Kundinnen und Kunden schätzen die Bank in ihrer Tasche und mit immer mehr neuen Funktionen“, erklärt die Niederlassungsleiterin der Commerzbank Bremen. Sie könnten beispielsweise inzwischen Wertpapiere per Smartphone kaufen und verkaufen.

Wie sicher ist Online Banking – Zahlung mit Smartwatch
Dank NFC-Technologie ist eine Zahlung auch mit einer Smartwatch möglich. Freepik.com/Wavebreakmedia_Micro

Umso wichtiger ist es, das Smartphone zu schützen. Dazu gehört zum Beispiel, ein Passwort oder ein Entsperren mit biometrischen Daten wie Fingerabdruck einzurichten, um die Bildschirmsperre zu deaktivieren. So kann niemand, der Ihr Handy findet oder stiehlt, Zugriff auf Ihre Daten erhalten. Die Bildschirmsperre sollte zudem so eingestellt sein, dass sie sich automatisch nach kurzer Zeit aktiviert. Wenn ihr Telefon abhandengekommen ist, sollten Sie zur Sicherheit trotzdem alle Passwörter ändern. Dies funktioniert etwa mit einem Sicherheitsprogramm, das einen Fernzugriff auf das Handy ermöglicht.

Ansonsten gelten in großen Teilen ähnliche Vorsichtsmaßnahmen wie beim Online-Banking: Bankdaten nicht weitergeben, nur auf vertrauenswürdige Quellen zugreifen, um etwas Apps herunterzuladen, nicht auf unbekannte Links klicken und Antivirenprogramme nutzen.

Online-Shopping – aber sicher

Einkäufe im Internet sind gerade in den vergangenen Jahren noch beliebter geworden – schließlich sind sie kontaktlos. Von Lebensmitteln bis zu teuren Elektrogeräten landet vieles im Warenkorb. Schutz vor fremden Zugriffen beim Online-Shopping bietet zudem die Zwei-Faktor-Authentifizierung. Das Verfahren bedeutet, dass ein Vorgang wie Anmeldung oder Zahlung zweifach geprüft wird. Sie erhalten also auf einem anderen Gerät oder in einer anderen App eine Anfrage, in der Sie den Vorgang noch einmal bestätigen. „Nutzen Sie auf alle Fälle die Zwei-Faktor-Authentifizierung, sobald ein Dienst diese anbietet – auch wenn diese Funktion standardmäßig deaktiviert sein sollte“, bekräftigt Kathrin Fandrich. „Sie bietet besonderen Schutz vor unbefugter Nutzung Ihrer Daten oder Konten.“

Außerdem gilt: Kontodaten eintragen sollten Sie nur auf vertrauenswürdigen Seiten. Dafür müssen Sie deren Authentizität prüfen. Stimmt zum Beispiel die URL, gibt es aktuelle Bewertungen des Händlers, welche Zahlungswege bietet das Unternehmen an? Falls Sie skeptisch sind, fragen Sie jemanden, der sich mit dem Online-Shopping auskennt, oder geben den Händlernamen in eine Suchmaschine ein. Auch wichtig: Prüfen Sie Links, bevor Sie sie anklicken. Das funktioniert mit einem sogenannten Mouse-over, bei dem Sie mit der Maus auf dem Link stehen bleiben. Dann sehen Sie, wohin er wirklich führt.

Ihr Kontakt für sicheres Online-Banking

Eine Anleitung, ins digitale Banking einzusteigen, findet sich auf der Website der Commerzbank Bremen. Zudem hat die Bank zahlreiche Tipps, aktuelle Hinweise und Notfallkontakte auf ihrer Seite rund um sicheres Online-Banking zusammengestellt.