Rauschen im Ohr Bremen

Bremer Experten » Gesundheit & Medizin » Rauschen im Ohr – Diagnostik und Behandlung

Anzeige

Tinnitus ist ein Schwerpunkt der Praxis für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde in der SternKlinik Bremen

Rauschen im Ohr – Diagnostik und Behandlung

Bremer Experten

Ein Rauschen im Ohr beziehungsweise das Hören pfeifender, summender, sausender oder klingelnder Geräusche ist weit verbreitet. Experten schätzen, dass circa jeder Vierte mindestens einmal darunter leidet. In der Fachsprache ist dabei von einem Tinnitus die Rede.

Die HNO-Ärztin Dr. Andrea-Mareen Behr hat sich mit ihrer Praxis in der SternKlinik zum Beispiel auf die Behandlung und Diagnostik von Tinnitus spezialisiert – insbesondere auf die Tinnitus-Retraining-Therapie.

Was bedeutet ein Rauschen im Ohr?

Rauschen im Ohr Bremen
Wenn Geräusche im Ohr nach akustischen Belastungen wie einem lauten Konzert nicht zurückgehen, sollte ein HNO-Arzt konsultiert werden. Pixabay

Viele kennen es: Nach einem lauten Konzert oder großer Lärmbelastung im Job – etwa durch Baumaschinen – pfeift oder rauscht es im Ohr. In den meisten Fällen hört dies allerdings schnell von allein wieder auf. Solche einmaligen kurzen beziehungsweise akuten Tinnitus-Episoden sind erst einmal kein Grund zur Beunruhigung. Laut der Deutschen Tinnitus-Liga hat jeder vierte Erwachsene dieses Phänomen schon einmal wahrgenommen. Hingegen leiden demnach hierzulande etwa drei Millionen Erwachsene an einem chronischen Tinnitus, also einem Rauschen im Ohr, das länger als drei Monate besteht.

Sollten die Ohrgeräusche, die übrigens vielfach auch als Ohrensausen oder Ohrenklingeln bezeichnet werden, länger anhalten, ist es überaus ratsam, einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO) aufzusuchen. Denn das permanente Rauschen im Ohr stellt zum einen eine starke Beeinträchtigung im Alltag dar. Zum anderen kann eine ernsthafte Krankheit die Ursache sein.

Formen von Tinnitus

Das Rauschen im Ohr wird medizinisch als Tinnitus bezeichnet. Dieses kann rechts oder links oder auf beiden Seiten auftreten. Mediziner unterscheiden dabei zwischen zwei Formen: objektivem und subjektivem Rauschen. 

Objektiver Tinnitus: Objektive Ohrgeräusche, sogenannte Bodysounds oder Körpergeräusche, sind eher selten. „Bei nur einem Prozent aller Tinnitus-Fälle handelt es sich um diese Form. Bei diesen lässt sich eine identifizierbare Schallquelle im Körper ausmachen. Bei der medizinischen Untersuchung kann der Arzt zum Beispiel die Ursache mittels Stethoskop ausfindig machen. Gründe für diese Form des pulsierenden Rauschens im Ohr können unter anderem Gefäßverengungen, Herzklappenerkrankungen oder Blutarmut, aber auch ein Tumor sein.

Subjektiver Tinnitus: Dieser wird nur von den Betroffenen wahrgenommen. Die Ursachen sind ganz unterschiedlich – und manchmal auch gar nicht feststellbar. In letzterem Fall wird auch von idiopathischem Tinnitus gesprochen. Konkret gesagt: Ihm liegt keine Erkrankung zugrunde.

Beispiele für Ursachen des subjektiven Rauschens:

  • Hörsturz
  • Zu hohe Lärmbelastung beziehungsweise Knalltrauma
  • Ohrenschmalz oder Fremdkörper im Ohr
  • Schwerhörigkeit
  • Entzündungen im Ohr, etwa eine Mittelohrentzündung
  • Trommelfelldefekt
  • Morbus Meniére (Drehschwindel)
  • Stress – bei rund der Hälfte der Tinnitus-Betroffenen

Ist ein Tinnitus heilbar?

Rauschen im Ohr Bremen
Es gibt unterschiedliche Arten, Tinnitus zu behandeln. Pixabay

Laut der Deutschen Tinnitus-Liga verschwindet der akute Tinnitus, wenn die Ursache bekämpft werden kann. Um den Grund für die Geräusche im Ohr zu finden, ist es empfehlenswert, einen HNO-Arzt aufzusuchen. Ein akuter Tinnitus kann etwa medikamentös behandelt werden – mit Kortison zum Beispiel, wenn die Ursache ein Hörsturz ist, und mit Antibiotika, wenn der Auslöser eine Mittelohrentzündung ist. Ziel der Behandlung ist immer auch, einen chronischen Tinnitus zu verhindern. Von diesem spricht man, wenn das Geräusch im Ohr dauerhaft nicht mehr verstummt.

Behandlung von chronischem Rauschen im Ohr

Auch wenn viele Betroffene von chronischem Tinnitus mit diesem gut leben können, kann sich die akustische Belastung dennoch zu einer Krankheit auswachsen – nämlich dann, wenn das Rauschen im Ohr unerträglich wird.

Therapiemöglichkeiten:

  • Retraining
  •  Körpertherapie und Entspannungstechniken zur Bewältigung von Stress und zum Lindern von emotionalen Problemen
  •  Psychotherapie zur Bewältigung emotionaler Probleme, von Depression oder Angststörungen als Auslöser von Tinnitus
  •  Anpassung eines Hörgeräts

Tinnitus-Retraining-Therapie in der SternKlinik Bremen

Rauschen im Ohr Bremen
Die Hals-Nasen-Ohren-Arztpraxis in der SternKlinik Bremen hat sich auf die Behandlung von Tinnitus spezialisiert. SternKlinik

Ein Schwerpunkt in der Hals-Nasen-Ohren-Arztpraxis der SternKlinik Bremen liegt auf der Diagnostik und Behandlung von Tinnitus. Die Fachärztin Dr. Andrea-Mareen Behr kann eine Weiterbildung in der Tinnitus-Retraining-Therapie vorweisen. Für sie ist es dabei immens wichtig, jeden einzelnen Patienten individuell zu betrachten und sich Zeit für eine ausführliche Diagnose zu nehmen. Es geht dementsprechend nicht nur um eine medizinisch optimale Betreuung, sondern auch um eine menschliche.

Bei der Retraining-Therapie ist dies insbesondere wichtig, weil jeder den Tinnitus anders wahrnimmt und als störend empfindet. Der Ansatz der Therapie besteht darin, die Betroffenen an das Rauschen im Ohr zu gewöhnen. So soll der Leidensdruck gelindert werden, weil das Geräusch quasi in den Wahrnehmungshintergrund „verschoben“ wird.

Ablauf der Tinnitus-Retraining-Therapie (TRT):

  • In der Regel wird ab einem Zeitraum von drei bis sechs Monaten nach dem ersten Auftreten des Ohrgeräuschs mit der TRT begonnen.
  • Die TRT startet mit einem ausführlichen Beratungsgespräch. Das sogenannte Counseling umfasst zum Beispiel die Erklärung der Ursachen vom Rauschen im Ohr, aber auch die Besprechung der persönlichen Umstände und Ängste.
  • Einsatz von sogenannten Noisern. Dies sind Rauschgeneratoren. Sie erzeugen ein Geräusch, das der Patient aber nicht als unangenehm empfindet. Damit soll von dem unangenehmen Rauschen im Ohr abgelenkt werden. Noiser werden individuell für jeden Patienten angepasst. Bei einem Tinnitus aufgrund von Schwerhörigkeit wird oft auch ein Hörgerät verwendet.
  • Die Therapie kann bis zu zwei Jahre dauern. In diesen wird immer wieder die Tinnitus-Belastung für den Betroffen abgefragt, es werden Anpassungen an Noiser und Hörgerät vorgenommen sowie Beratungsgespräche geführt. Denn insbesondere bei Tinnitus hat die Psyche der Patienten einen großen Einfluss.
  • Da ein Tinnitus vielfältige Ursachen und Begleiterkrankungen haben kann, kommt infolgedessen der multidisziplinären Diagnostik und Therapie eine besondere Bedeutung zu. In der SternKlinik können die HNO-Ärztin Dr. Andrea-Mareen Behr und ihr Praxisteam neben ihrer eigenen Expertise zudem auf viele weitere Experten aus allen relevanten medizinischen Fachbereichen zurückgreifen.

Weiteres Behandlungsspektrum der HNO-Praxis in der SternKlinik Bremen

Die Praxis für HNO-Heilkunde ist für Kassen- und Privatpatienten offen. Für die Erstellung der genauen Diagnose wird auf diverse HNO-Methoden zurückgegriffen. Dazu gehören beispielsweise Ultraschalluntersuchungen, Endoskopie, subjektive sowie objektive Hörprüfungen, Gleichgewichtsuntersuchungen und Allergietests. Neben dem Rauschen im Ohr, also dem Tinnitus, behandelt die Fachärztin Dr. Andrea-Mareen Behr viele weitere Krankheitsbilder.

Behandlungsspektrum:

  • Infekte (chronisch und akut)
  • Allergien
  • Jegliche Formen von Schwerhörigkeit
  • Schwindel
  • Geschmacks- und Geruchsstörungen
  • Tumore im Hals- und Kopfbereich
  • Hörstörungen und Schwindel
  • Nasen- und Nasennebenhöhlenerkrankungen
  • Erkrankungen des Kehlkopfes
  • Atemstörungen wie Schnarchen und Schlafapnoe
  • Psychosomatischen Erkrankungen im HNO-Bereich
  • Vorsorgeuntersuchungen für Raucher
  • Beratungen zu Operationen

Kontakt: Die barrierefreie HNO-Praxis befindet sich zentral in der Innenstadt von Bremen in der SternKlinik, Carl-Ronning-Straße 4/6. Öffnungszeiten sind montags von 14 bis 18 Uhr, mittwochs von 10 bis 13 Uhr sowie dienstags und donnerstags von 9 bis 18 Uhr und freitags von 10 bis 16 Uhr
Telefonische Erreichbarkeit: 0421/16834-200.