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Foto: Stiftung Waldheim
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Die Waldheim Gruppe bietet ein breites Berufsspektrum im sozialen Bereich

Heilerziehungspfleger Ausbildung Bremen: Das ist wichtig!

Die Ausbildung als Heilerziehungspfleger (HEP) ist auch in Bremen bei Jugendlichen nach der schulischen Laufbahn beliebt. In diesem Beruf können junge Menschen ihre soziale Ader ausleben oder auch erst entdecken. Doch was genau ist eigentlich die Aufgabe von Heilerziehungspflegern, und wie viel Geld kann man in diesem Berufsfeld verdienen?

Was macht man als Heilerziehungspfleger?

Zusammen etwas erleben
Freizeitgestaltung der behinderten Menschen gehört auch zum Aufgabenbereich eines Heilerziehungspflegers. Stiftung Waldheim

Heilerziehungspfleger unterstützen in erster Linie Menschen mit Behinderung bei der Entwicklung ihrer Eigenständigkeit und dem individuellen Leistungsvermögen. Das Ziel ist es, dass beeinträchtigte Personen ihr eigenes Leben so weit wie möglich selbst gestalten. Heilerziehungspfleger sind dabei in vielen Situationen als Assistent für sie da und begleiten sie im Alltag. Dies können dann einfache Erledigungen wie Einkaufen, Kochen oder Körperhygiene sein, die Organisation von spannenden Freizeitaktivitäten und die Hilfe bei beruflichen Aufgaben oder auch andere Herausforderungen. Manchmal ist es vielleicht auch wichtig, wenn einfach jemand zur Gesellschaft da ist.

Welche persönlichen Eigenschaften sollte man als angehender Heilerziehungspfleger mitbringen?

„Für das Berufsbild als Heilerziehungspfleger braucht man vor allen Dingen Empathie, Neugierde und die Lust, mit Menschen zu arbeiten“, berichtet Inge Behrmann, Fachbereichsleiterin Wohnen in der Waldheim Gruppe in Langwedel. Die Institution im Landkreis Verden in Niedersachsen bietet jungen Menschen an vier Standorten rund um Bremen eine Chance auf eine Berufsausbildung in diesem interessanten und spannenden Job. Gutes Organisationsgeschick und Interesse an Musik und Kunst können ebenfalls von Vorteil bei der täglichen Arbeit mit den Menschen sein.

Was für einen Schulabschluss braucht man für die Heilerziehungspflege?

Spaziergang Gruppe
Freizeit aktiv und zusammen gestalten als Heilerziehungspfleger in der Waldheim Gruppe. Stiftung Waldheim

Um eine Ausbildung als Heilerziehungspfleger anzugehen, sollten Interessierte laut Behrmann einen Realschulabschluss (Sekundarabschluss 1) plus ein Jahr an einer Berufsfachschule mit der Ausrichtung Hauswirtschaft und Pflege absolviert haben. Ebenso möglich ist ein Sekundarabschluss 1 plus eine erfolgreich abgeschlossene zweijährige Berufsbildung oder eine Hochschulzugangsberechtigung plus 400 Stunden einschlägiges Praktikum.

Wie lange dauert die Ausbildung als Heilerziehungspfleger?

„Die Ausbildung zum Heilerziehungspfleger dauert insgesamt drei Jahre“, berichtet Behrmann aus der Waldheim Gruppe in Langwedel in der Nähe von Bremen. Der Beruf des HEP wird in einer dualen Ausbildung vermittelt: „Die Azubis haben bei uns in ihrer Ausbildung zum Heilerziehungspfleger zwei Tage die Woche Unterricht an einer Fachschule und drei Tage Praxisarbeit in der jeweiligen Institution.“ Die Waldheim Gruppe besteht aus vier sozialen Einrichtungen, die in den Landkreisen Verden (Langwedel), Oldenburg, Diepholz und in der Stadt Delmenhorst über 800 Menschen mit Behinderung in ihrem Leben unterstützt. Langwedel ist dabei gerade einmal 30 Kilometer von Bremen entfernt und gut über die Autobahn A27 und A1 sowie mit der Deutschen Bahn über den Hauptbahnhof Bremen und den Bahnhof Langwedel von Bremen zu erreichen. Oldenburg, Delmenhorst und Diepholz sind verkehrstechnisch ebenso gut für Menschen aus Bremen erschlossen.

Wie sehen die Arbeitszeiten in der Heilerziehungspflege und der Ausbildung aus?

Das ist laut Behrmann natürlich sehr stark von der jeweiligen Institution abhängig, in der die Heilerziehungspfleger arbeiten. In der Waldheim Gruppe versuchen die Verantwortlichen, den Bewohnern der sozialen Einrichtungen eine optimale Betreuung zu bieten. Die Heilerziehungspfleger arbeiten daher im Drei-Schicht-System und an den Wochenenden. Für Auszubildende und Absolventen von Freiwilligendiensten ist aber nur Tagesdienst in zwei Schichten angesagt (6 bis 13.30 Uhr und 12.30 bis 20 Uhr).

 

Wo kann ich als Heilerziehungspfleger arbeiten?

Miteinander reden
Miteinander arbeiten als Heilerziehungspfleger. Stiftung Waldheim

Die Jobchancen auf dem Arbeitsmarkt für Absolventen einer Ausbildung als Heilerziehungspfleger sehen laut der Sprecherin der Waldheim Gruppe nicht nur in Bremen und Niedersachsen sehr gut aus. „Wir übernehmen fast alle Azubis selbst“, berichtet Behrmann stolz und zählt fertige Heilerziehungspfleger zu den „begehrtesten Fachkräften in der Branche. Ihre Arbeitsbereiche sind sehr vielfältig und dabei nicht nur auf die Hilfe von behinderten Menschen reduziert.“

Und auch die zukünftigen Tätigkeitsfelder von Heilerziehungspflegern sind sehr vielfältig. Die staatlich anerkannten sozialpädagogischen Fachkräfte arbeiten daher in den unterschiedlichsten Institutionen im Sozialwesen:

  • Pflegeheime
  • Ambulante Soziale Dienste
  • Wohnheimen der Behinderten- und Altenhilfe
  • Kinder- und Jungendhilfe
  • Beratungsstellen für Erziehung, Jugend und Familien
  • Kindergärten
  • Kinderkrippen
  • Suchtberatungsstellen
  • Private Haushalte
  • Rehabilitationskliniken
  • Vorsorgeeinrichtungen
  • Förderschulen

Wie viel Geld verdient man als Heilerziehungspfleger?

Gruppe Menschen Glück
Glückliche Menschen in der Waldheim Gruppe in Langwedel. Stiftung Waldheim

In der Ausbildung können Azubis im Beispiel der Waldheim Gruppe im ersten Ausbildungsjahr als Heilerziehungspfleger 930 Euro im Monat verdienen (zweites Ausbildungsjahr: 980 Euro, drittes Ausbildungsjahr: 1020 Euro). Heilerziehungspflege ist ein staatlich anerkannter Beruf. Die Absolventen sind laut der Expertin aus Langwedel deshalb auf dem Jobmarkt in Bremen und dem ganzen Bundesgebiet sehr stark nachgefragt.

„Wir bezahlen unsere Mitarbeiter nach TVöD, also dem Tarifvertrag für den Öffentlichen Dienst“, berichtet Behrmann. „Unsere Heilerziehungspfleger verdienen dann nach ihrer Ausbildung zwischen 2800 und 3600 Euro. Außerdem erhalten die HEP automatische Gehaltserhöhungen, vermögenswirksame Leistungen sowie Sonderzahlungen. „Neben dem wichtigen finanziellen Aspekt ist zudem natürlich auch das großartige Gefühl, etwas Gutes für Menschen getan zu haben, ein toller Verdienst für sich selbst“, sagt Behrmann von der Waldheim Gruppe über die Ausbildung als Heilerziehungspfleger.