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Der Pflegestützpunkt berät

Selbstbestimmt dank Patientenverfügung

Früher oder später kommt Jedem mal der Gedanke: Was wäre, wenn mir etwas passiert? Die meisten denken dabei zuerst an ein Testament, um ihr Erbe zu regeln. Aber auch die Patientenverfügung geistert in vielen Köpfen herum. Was soll passieren, wenn man durch einen Unfall oder Krankheit so beeinträchtigt ist, dass man sich nicht mehr äußern kann? Solche unangenehmen Themen werden im Verwandten- und Freundeskreis jedoch eher selten besprochen. Also woher sollen nahestehenden Menschen wissen, wie man im Fall einer Krankheit behandelt werden möchte? Wer sich zum Thema Patientenverfügung beraten lassen möchte, kann sich an die Mitarbeiter des Pflegestützpunkte in Bremen wenden.

Dokument Patientenverfügung
Die Mitarbeiter Pflegestützpunkte Bremen beraten zur Patientenverfügung.

Was genau ist eigentlich eine Patientenverfügung?

Die Patientenverfügung dient der Selbstbestimmung, für den Fall, dass man seinen Willen nicht mehr äußern kann, zum Beispiel durch längere Bewusstlosigkeit, Koma oder Alzheimer. In einer Patientenverfügung lässt sich festlegen, ob und welche Untersuchungen, Heilbehandlungen und ärztliche Eingriffe durchgeführt werden sollen und unter welchen Umständen solche Eingriffe untersagt sein sollen (zum Beispiel ist der Verzicht auf künstliche Ernährung oder Beatmung bei irreversibler Bewusstlosigkeit möglich). Damit wird sichergestellt, dass der Patientenwille umgesetzt wird, auch wenn er in der aktuellen Situation nicht mehr geäußert werden kann. Ärzte sind verpflichtet, sich an die Verfügung zu halten.


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Wer kann eine Patientenverfügung verfassen?

ärztliche Behandlung nach eigenem Wunsch dank Patientenverfügung
Liegt eine Patientenverfügung vor, muss sich der Arzt an die Vorgaben halten.

Jeder, der 18 Jahre oder älter ist, kann eine Patientenverfügung verfassen, die aber auch jederzeit formlos widerrufen werden kann. Es ist sinnvoll, sich vorher beraten zu lassen, denn die Formulierungen müssen möglichst genau sein. Zum Beispiel kann man fordern, dass nach einem schweren Schlaganfall die künstliche Ernährung eingestellt werden soll. Mit unkonkreten Angaben wie „Wenn ich kein lebenswertes Leben mehr führen kann, sollen die Geräte abgeschaltet werden“ kann ein Arzt aber nichts anfangen. Auch darüber informieren der Pflegestützpunkte im Land Bremen.

Was passiert, wenn keine vorliegt?

Operationstisch mit Ärzten
In Ihrer Patientenverfügung können Sie festlegen, welche lebenserhaltenen Maßnahmen ergriffen werden sollen.

Ist keine Patientenverfügung vorhanden vor oder sind die Festlegungen in dieser zu unkonkret oder allgemein, entscheiden die Vertreter der zu behandelnden Person gemeinsam mit dem Arzt auf der Grundlage des mutmaßlichen Patientenwillens über die Behandlung. Können sich – bei besonders folgenschweren Entscheidungen – Vertreter und der behandelnde Arzt nicht einigen, ob die beabsichtigte Entscheidung auch tatsächlich dem Willen des betroffenen Patienten entspricht, muss der Vertreter die Genehmigung des Betreuungsgerichts einholen.

Die Patientenverfügung im Überblick:

Die Patientenverfügung ist freiwillig. Wenn man seine Behandlungswünsche nicht festgelegt hat, entscheiden die Mediziner die rechtlichen Vertreter. Sie wird wirksam, indem der Arzt von ihr erfährt. Dafür muss sie in schriftlicher Form vorliegen. Am besten ist sie an einem Ort aufgehoben, wo sie leicht zu finden ist. Familienmitglieder und Freunde sollten über Ihre Patientenverfügung Bescheid wissen. Alleinstehende haben die Möglichkeit, das Dokument zentral archivieren zu lassen.
Wer seine Meinung ändert, kann seine Patientenverfügung jederzeit umschreiben oder für ungültig erklären. Der festgelegte Wille sollten alle zwei Jahre mit Unterschrift und Datum bestätigt werden.


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Dieser Artikel zum Thema »Bremen« wurde von unserer Bremer-Experten-Redaktion verfasst. Sie schreibt in Kooperation mit Fachleuten aus verschiedenen Branchen über breit gefächerte Themen. Eine Übersicht aller Texte finden Sie auf experten.weser-kurier.de.